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Elektrolyte Elektrolyte sind Substanzen, die in der Lage sind, in wäs-seriger oder geschmolzener Form elektrischen Strom zu leiten. Im Organismus ist nur die wässerige Form von Bedeutung. Zu den Elektrolyten zählen Säuren, Basen und Salze. Diese bilden im Organismus einen empfindlichen Elektrolythaushalt, in dem bereits geringe Störungen zum Beispiel durch Erkrankungen zu lebensbedrohenden Zu- ständen führen können. Im Normalfall herrscht ein Gleichgewicht zwischen den elektrisch positiv geladenen Elektrolyten, den so genannten Kationen, und den elektrisch negativ geladenen Elektrolyten, den Anionen. Es kommt somit zu einer elektrischen Neu- tralität Zu den Kationen bzw. Anionen zählen so zum Bei- spiel im Bezug auf die Laborwerte: Anionen (-):
Kationen (+):
Ändert sich die Zusammensetzung der Elektrolyte etwa auf der Seite der Kationen, so wird in einem gesunden Organis- mus der Anteil der Anionen so variiert, dass wieder ein Gleichgewicht zwischen Kationen und Anionen entsteht. Alle Prozesse auf der Zellebene laufen durch Spannungs- änderungen ab, welche durch unterschiedliche Konzentra- tionen der verschiedenn Ionen (Anionen, Kationen) inner- halb und ausserhalb der Zellen hervorgerufen werden. Die Spannungen ändern sich durch einen Ionentransport über die abgrenzende Zellmembran. Dieses Verhältnis der Ionen zwischen dem Zellinnenraum (Intrazellulärraum) und dem umgebenden Raum (Extrazellulärraum) wird von vielen Systemen im Organismus beeinflußt und überwacht. So steuern diverse Hormone aus dem Gehirn, Nebennieren- mark und den Schilddrüsen die Konzentration der Ionen im Extrazellulärraum und darüber auch indirekt die Ionenkon- zentration im Zellinnenraum. Verschiedene Ursachen können den Elektrolythaushalt beeinträchtigen, wie zum Beispiel Nierenerkrankungen, starkes Schwitzen oder Durchfall. |
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