Palisadenwürmer
Die Palisadenwürmer werden unterteilt in die großen und kleinen Strongyliden. Diese Parasiten stellen faktisch allein aufgrund ihrer Vielfalt mit die größte praktische Bedeutung bei Pferden dar, man kann davon ausgehen, dass die Tiere nur kurz nach einer erfolgreichen Wurmkur für einige Zeit keine Strongyliden in sich tragen. | Wie zu Beginn aufgeführt, zählt man über 50 verschiedene Arten bei den kleinen Strongyliden. Die exogene Entwicklung entspricht der von großen Palisadenwürmern (siehe auch: Blutwürmer). Die Schadwirkung auf den Endwirt Pferd fällt bei den kleinen Palisadenwürmern deutlich geringer aus. | ||||||||||
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Die meisten Larven durchbrechen die Darmwandung und halten sich als Folge dessen in der freien Bauchhöhle auf. Ein kleinerer Teil stirtb dort ab, während der größte Teil die Leber erreicht. Innerhalb der Leber wandern die Larven bis zu sechs Wochen, bevor sie in die Bauchspeicheldrüse wechseln und dort die präadulte Form erreichen. Von der Bauchspeicheldrüse treten diese Formen den Rückweg in den Dickdarm an. Die Wanderung des Parasiten ist für die größten Gesundheitsschäden verantwortlich. Symptome sind beispielsweise Gewichtsverlust, Freßunlust, Koliken und Fieber. Bei geschwächten Fohlen können diese Strongyliden zum Tod führen. Der Nachweis gestaltet sich schwierig, dasszwischen der ersten Aufnahme des Parasiten und dem Absetzen erster Eier mit dem Kot bis zu neun Monate liegen. Nach ihrer Aufnahme (siehe Blutwurm) erreichen die Larven von Strongylus edentatus nach gut 24 Stunden die Portalvenen der Leber, hier halten sie sich über zwei Monate auf. Nach der Häutung wechseln sie in das Bauchfell über. Diese Wanderungen ziehen sich etwa zehn Monate hin. Nach dieser Zeit finden sich die nun ausgewachsenen, geschlechtsreifen Parasiten in den Schleimhäuten von Blinddarm und Dickdarm. Die adulten Formen erreichen etwa 3cm (Männchen) bzw. 4cm (Weibchen) Länge. Die Schadwirkung besteht bei diesen Strongyliden aus Blutungen im Bauchfell, die sich beispielsweise durch Koliken bemerkbar machen können. | In der Regel fallen von den kleinen Palisadenwürmern keine Arten als ausgesprochene Blutsauger auf, die Existenz dieser Parasiten wird durch klinische Symptome nicht besonders belegt, es entstehen also so gut wie keine körperlichen Anzeichen eines Befalls. Strongyliden werden über ihre Eier im Kot nachgewiesen, hierbei ist es wichtig, zwischen großen und kleinen Strongyliden zu unterscheiden, die einige Arten der kleinen Palisadenwürmer vermehrt Resistenzen gegen gängige Anthelminthika aufweisen. Diese Differenzierung geschieht über die Aufzucht der Larven aus den Eiern bis zum Larvenstadium III. In diesem Stadium lassen sich die Darmzellen zählen, an deren Anzahl die Zuordnung gelingt, so verfügen die kleinen Strongyliden über acht Darmzellen, Strongylus vulgaris über 32. Die meisten bei uns vorkommenden kleinen Palisadenwürmer weisen eine Resistenz gegen Präparate auf, die Wirkstoffe aus der Gruppe der Benzimidazole enthalten. So sollte neben einer entsprechenden Therapie mit anderen Wirkstoffen im Wechsel auch für eine sinnvolle Weidepflege Sorge getragen werden. Neben einem Wechsel der Weide kann hier auch mit Weidepausen von gut sechs Wochen den Larven auf natürlichem Wege Einhalt geboten werden. | ||||||||||


