Lungenwürmer


Der Lungenwurm (Dictyocaulus arnfieldi) ist eher ein Problem bei Eseln. Werden Pferde und Esel zusammen gehalten, kann der sehr robuste, widerstandsfähige und langlebige Lungenwurm auch auf Pferde übergehen. Esel sind recht tolerant diesen Parasiten gegenüber, bei Pferden, insbesondere Fohlen, können sie unter Umständen zum Tod führen.

Bei Pferden als Wirt können Lungenwürmer normalerweise nicht länger als 12, selten 18 Monate überleben. Diese Zeit richtet sich nach dem Ernährungszustand des betroffenen Tieres. Bei Eseln als Wirt überleben diese Parasiten im allgemeinen unbegrenzte Zeit, daher werden von befallenen Eseln permanent Eier des Lungenwurms verbreitet.

Lungenwürmer zählen zu den Rundwürmern (Nematoden), die männlichen Lungenwürmer erreichen ausgewachsen bis zu 4cm Länge, die weiblichen etwa rund 6,5cm.

Aus den mit dem Kot ausgeschiedenen Eiern schlüpfen bereits innerhalb der folgenden maximal 30 Stunden die Larven I, welche an ihrem Schwanzende mit einem Stachel bewaffnet sind. Es erfolgen zwei weitere Häutungen in einem Zeitraum von etwa drei Tagen, die Larve ist ab diesem Stadium infektionsfähig.



Lungenwurm
Dictyocaulus arnfieldi

Symptome eines Befalls sind zu Beginn verstärkt auftretender, trockener Husten, später verengte Bronchien und als Folge dessen Atemnot. Pferde neigen verstärkt zu Lungenentzündung, erst später zeigt sich Freßunlust und zunehmender Gewichtsverlust.

Der Nachweis des Lungenwurms ist auf zwei Wegen möglich: Zum Einen können die Eier im Embryonalstadium in frischen Kot, zum Anderen nach etwa einem Tag die geschlüpften Larven I gefunden werden.

Die oral aufgenommenen Larven suchen sich ihren Weg über die Blutgefäße bis in Lunge, wo sie sich durch das Gewebe bohren und so in die kleinen Bronchien gelangen. Nach gut einem Monat sind die Lungenwürmer geschlechtsreif und es finden sich erste Stadien der neuen Generation. Durch Abhusten gelangen Eier in den Rachenraum, werden verschluckt und nach einer Magen-Darm-Passage wieder ausgeschieden.

Lungenwürmer sind eine sehr widerstandsfähige Spezies, ein geeignetes Präparat zu ihrer Bekämpfung sollte mit einem Tierarzt abgeklärt werden, eventuell wird eine Antibiotikatherapie erforderlich.

Als einzig wirksame Prophylaxe sollten Weiden nicht von Eseln und Pferden gemeinsam genutzt werden.