Leberegel


Der Leberegel (Fasciola hepatica) nimmt eher eine Ausnahmestellung ein. Er zählt zu den Saugwürmern (Trematoden), welche hauptsächlich bei Wiederkäuern vorkommen und von denen in seltenen Fällen der Leberegel bei Pferden auftritt.

Der Befall mit Leberegeln wird durch direkten Nachweis ihrer etwa 100µm bis 120µm kleinen Eier durch Sedimentation bestimmt. Diese Untersuchung zum Nachweis ist allerdings keine Routine.

Leberegel erreichen im Schnitt eine Länge von etwa 30mm bei einem Durchmesser von 10mm.

Pferde gelangen bei einer gemeinsamen Weidenutzung mit Rindern an den Leberegel. Sie nehmen mit dem Gras die dort befindlichen Metazerkarien auf, die Infektionsstadien des Egels.



Fasciola hepatica

Lediglich im bestimmten Verdachtsfall wird sie durchgeführt, in der Regel werden Infektionen eher selten erkannt.

In Deutschland gibt es zur Zeit kein Präparat gegen Leberegel, welches bei Equiden zugelassen ist.

Bei Pferden mit Leberegeln zeigen sich so gut wie keine Anzeichen für einen Befall. Von pathologischer Seite aus verändert sich die Leber durch Verhärtung, Entzündung oder kleineren Wucherungen. Äusserliche Anzeichen können beispielsweise allgemeine Schwäche und Abgeschlagenheit, unsicherer Gang, Ikterus, Gewichtsverlust oder Leistungsverlust sein. Diese Symptome gelten allerdings als unspezifisch.



Leberegel - Ei