Praziquantel
| Praziquantel | ||
Wirkstoffklasse: | ||
| Quinolinderivate, Gruppe der Isoquinoline | ||
| Chemischer Name: | ||
| 2-(cyclohexylcarbonyl)-1,2,3,6,7,11b-hexahydro-4H-pyrazino[2,1-a]isoquinolin-4-on | ||
In seiner reinen Form ist Praziquantel ein kristallines, farb- und geruchsloses Pulver. Es ist hygroskopisch und schmeckt bitter. Die Wasserlöslichkeit ist gering, bessere Löslichkeit in z.B. Ethanol oder Chloroform. Der Wirkstoff reagiert empfindlich auf Licht und sollte daher bei Zimmertemperatur, in geschlossenem Behälter und vor Sonneneinstrahlung geschützt aufbewahrt werden. Da Praziquantel zur Gruppe der Isoquinoline gehört, kann es topisch, oral und parenteral verabreicht werden. Der Wirksoff wirkt ausschließlich gegen Zestoden und Trematoden. Die Wirkung beruht auf einer bereits bei geringen Kónzentrationen ausgelösten Schädigung der den Parasiten umgebenden, äußeren Hülle. Der Parasit reagiert hierauf mit Muskelkontraktionen und spastischen Lähmungen, da der Stoffwechsel negativ beeinflußt wird, der Kopf löst sich von der Darmwand ab und die im Darm befindlichen Enzyme weichen den Körper des Parasiten auf, welcher dann recht zügig ausgeschieden wird. | Praziquantel gilt als sicher in der Anwendung und Verträglichkeit, dazu kommt ein hoher Sicherheitsindex von bis zu 40. Die akute Toxizität ist vor allem von der Art der Verabreichung abhängig, so wird eine Überdosierung bei subcutaner Gabe (unter die Haut injiziert) besser toleriert als bei oraler Verabreichung. Der Wirkstoff wird als weder fetotoxisch, noch teratogen oder embryotoxisch eingestuft, es sind keine negativen Auswirkungen auf die Fortpflanzung von Stuten und Hengsten bekannt und kann auch an tragende Stuten gegeben werden. | |
