Wurmbefall


Zu der Gruppe der Parasiten gehören die Eingeweidewürmer, auch Helminthen genannt. Die Helminthen werden unterschieden in Nematoden (Faden- und Rundwürmer), Trematoden (Saugwürmer) und Zestoden (Bandwürmer).

Als Parasiten stellen sie ein- oder mehrzellige Schmarotzer dar, die auf Kosten eines befallenen Organismus, ihres Wirts, leben. Es wird unterschieden zwischen Endo- (Innen-) und Ekto- (Außen-) Parasiten. Endoparasiten, zu denen die Würmer zählen, leben ständig im Wirtsorganismus.

Dort finden sie sich vorwiegend im Magen-Darm-Trakt, den inneren Organen und der Muskulatur. Ebenfalls zu den Endoparasiten mit ähnlichem Vorkommen gehören diverse Einzeller, die Protozoen, welche zum Beispiel die Piroplasmose hervorrufen.

Schmarotzer gelangen über verschiedene Wege in den Pferdeorganismus. Der häufigste ist eine orale Aufnahme beim Fressen. Daneben hinaus können sie durch die Haut eindringen (perkutan) oder über die Gebärmutter (intrauterin) und Milch (galaktogen) an das Fohlen übertragen werden.

In den Organismus eingedrungene Würmer stellen für das Pferd ein Gesundheitsrisiko dar, welches neben allgemeinen Funktionsstörungen bei geschwächten Tieren oder Fohlen unter Umständen auch zum Tod führen kann. Nur Trematoden stellen allgemein bei Pferden keine ernsthafte Gefahr dar, einzig der große Leberegel (Fasciola hepatica) wird in seltenen Fällen bei gezielter Suche gefunden. Der Leberegel ist vorwiegend bei Wiederkäuern verbreitet. Ein Befall bei Pferden wird selten erkannt, die erforderliche Untersuchung zum Nachweis ist kein Standard.

Nematoden:

Trematoden:

Zestoden:

Anthelminthika - Wirkstoffe von Wurmkuren: