Tollkirsche


Tollkirsche
Atropa belladonna

Familie:
Nachtschattengewächse

Solanaceae
Gefährlichkeit:
Sehr stark giftig
Andere Namen:
Teufelskirsche, Tollbeere, Wutbeere,

Taumelstrauch

Englisch:
Belladonna, Devil´s Cherries, Divale,

Great Morel


Wirkstoff(e):
D,L-Hyoscyamin (Atropin), L-Hyoscymin, Scopolmin.
Toxische Dosis:
Rund 120g getrocknete Blätter wirken toxisch, etwa 180g Wurzel wirken letal.
Symptome:
Paralyse, Obstipation, Durst, Tachykardie, Tachypnoe, Erregung, Mydriasis.
Therapie / Verlauf:
Dekontamination und symptomatische Therapie. Möglichkeit der Gabe von Physostigmin. Atropin wirk als kompetitiver Antagonist des Acetylcholins und wirkt hochdosiert zentral erregend, peripher kann es die muscarinischen (niedrige Dosis) und nicotinischen (hohe Dosis) Rezeptoren blockieren.
Die Pflanze:

Die Tollkirsche wächst in schattigen Bergwäldern, an Rändern von Wald- wegen und lichten Laubwälder. Die ausdauernde Staude erreicht eine Wuchshöhe von rund 1,5m. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Oktober, die Fruchtreife zwischen Juli und Oktober. Als Früchte werden schwarze, hellglänzende Beeren gebildet, etwa kirschengroß, kugelförmig. Diese enthalten einen violetten Saft und sitzen in einem grünen Kelch, sie besitzen einen süßen Geschmack (Nicht probieren!). Die Blüten tragen eine geaderte, braunviolette Färbung, ihre Kronröhre wird rund 3cm lang, fünfzipflig, glockenförmig an ca. 2cm langem Stiel. Auffällig ist der Umstand, dass die Tollkirsche im Sommer zeitgleich reife und unreife Früchte sowie Blüten trägt.

 

Alle Bestandteile der Pflanze sind giftig. Die Tollkirsche zählt mit ihren Inhaltsstoffen zu den stärksten Giftpflanzen, die bekannt sind.

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