Pfaffenhütchen
| Pfaffenhütchen | ![]() | |
| Evonymus europaeus | ||
Familie: | Spindelbaumgewächse | |
| Celastraceae | ||
Gefährlichkeit: | Stark giftig | |
Andere Namen: | Spindelbaum, Spindelstrauch | |
Englisch: | Skewer Wood, European Spindle Wood | |
Wirkstoff(e): | Evomonosid, Evonosid, Evobiosid (alles Steroidglycoside des Cardenolid- Typs), Evonin (Alkaloid), Triterpene, Lecitine. | |
Toxische Dosis: | Bei Pferden nicht bekannt. | |
Symptome: | Obstipation, Tachykardie, Kolik, Peritonitis. | |
Therapie / Verlauf: | Dekontamination und symptomatische Therapie. Die Inhaltsstoffe wirken lokal stark reizend und führen nach Resorption zu Störungen des Herz- Kreislaufsystems und Krämpfen. Der Tod kann noch Tage später eintreten. | |
Die Pflanze: | Der dis zu 3m hohe Strauch oder Baum bevorzugt Waldränder, Parks und andere, schattige und feuchte Orte als Lebensraum. Seine Blütezeit liegt zwischen September und Oktober. Die Blüten sitzen in doldenartigen Blütenständen, sind gelb-grün und etwa 10mm groß.
Die Früchte zeigen sich als karminrosa Kapsel, die in vier Klappen geteilt aufspringt, ihre Form ähnelt der Kopfbedeckung katholischer Geistlicher. In den Früchten finden sich je vier von einem orangefarbenen Mantel umgebene Samen. Die Blätter sind kreuzweise gegenständig, zuerst grün und später im Herbst rot.
Alle Bestandteile der Pflanze sind giftig. Die höchsten Konzentrationen treten in den Früchten auf. | |
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