Glockenbilsenkraut
| Glockenbilsenkraut | ![]() | |
| Scopolia carniolica | ||
Familie: | Nachtschattengewächse | |
| Solanaceae | ||
Gefährlichkeit: | Sehr stark giftig | |
Andere Namen: | Krainer Tollkraut | |
Englisch: | Russian Belladonna | |
Wirkstoff(e): | L-Hyoscyamin, Scopoletin, Scopolamin, Chlorogensäure. | |
Toxische Dosis: | Letale Wirkung ab etwa 180g frische Pflanze absolut. | |
Symptome: | Paralyse, Obstipation, Erregung, Tobsucht, Tachykardie, Tachypnoe, trockene Schleimhäute, Durst, Mydriasis. | |
Therapie / Verlauf: | Dekontamination und symptomatische Therapie. Möglichkeit der Gabe von Physostigmin. Tod durch Atemlähmung möglich, jedoch sind Vergiftungen eher selten. | |
Die Pflanze: | Der rund 60cm hohe Strauch bevorzugt nicht zu helle Steinschluchten und Laubwälder als Standort. Während der Blütezeit zwischen April und Juni werden braun-rote, etwa 3cm lange und glockenförmige Blüten auf langen Stielen gebildet. Die Früchte bestehen aus 2fächrigen Kapseln, die Blätter sind wechselständig, länglich und grün.
Alle Bestandteile der Pflanze sind giftig, die höchsten Konzentrationen liegen in der Wurzel. Der Gehalt an Alkaloiden steigt zu Beginn der Blütezeit und Fruchtbildung an. Die Toxizität bleibt auch getrocknet erhalten. | |

