Roter Fingerhut


Roter Fingerhut
Digitalis purpurea

Familie:
Rachenblütler

Scophulariaceae
Gefährlichkeit:
Sehr stark giftig
Andere Namen:
Waldglocke, Handschuhkraut


Englisch:
Purple Foxglove



Wirkstoff(e):
Purpureaglycosid A, B und weitere, Digitoxin, Gitotoxin, Digitoxigenin, Gitoxigenin, Gitonin, Digitonin u. a. (entstehen durch Glucoseabspaltung).
Toxische Dosis:
Letal bei etwa 25g getrockneten oder 150g frischen Blättern.
Symptome:
Bradykardie, Durchfall, Erbrechen, Dyspnoe, Tremor, Taumeln, Konvulsionen.
Therapie / Verlauf:
Dekontamination und symptomatische Therapie, Ruhe, Möglichkeit der Gabe von Atropin. Die o.a. Mengen wirken allgemein letal. Der Tod tritt durch Herzstillstand ein.
Die Pflanze:

An sonnigen Berghängen, in lichten Wäldern oder als Zierpflanze in Gärten findet sich der zwei- oder mehrjährige, bis zu 1,5m hohe rote Fingerhut. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und September. Die Blüten sind bis auf wenige Ausnahmen purpurfarben, innen mit hell umrandeten, dunklen Flecken.

 

Die wechselständigen, am Rand gekerbten Blätter sitzen am aufrechten, unverzweigten Stengel. 2-fächrige Kapseln als Früchte tragen zahlreiche Samen.

 

Die gesamte Pflanze ist sehr stark giftig. Die Toxine werden auch durch die längere Lagerung, durch Trocknen oder Kochen nicht inaktiviert!

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