Gefleckter Aronstab


Gefleckter Aronstab
Arum maculatum

Familie:
Aronstabgewächse

Araceae
Gefährlichkeit:
Stark giftig
Andere Namen:
Kleine Natterwurz, Pfaffenpint, Johannishaupt,

Trommelschlägel

Englisch:
Cuckoo Pint, Common Arum, Wild Arum,

Lords-And-Ladies


Wirkstoff(e):
Cyanogene Glykoside, Glykosidische Saponine, Oxalatkristalle, Aroin (ein unbekannter Scharfstoff).
Toxische Dosis:
Bei Pferden nicht bekannt. Bei Meerschweinchen toxisch ab etwa 25ml Aronsaft je kg Lebendgewicht oral aufgenommen.
Symptome:
Erbrechen und Durchfall, Krämpfe, Ataxie, Hypotonie, Arrythmien, Dyspnoe. Leber- und Nierenschädigung möglich.
Therapie / Verlauf:
Symptomatische Therapie, Dekontamonation und Schleimhautschutz. Bei trächtigen Stuten Abort möglich.
Die Pflanze:

Der gefleckte Aronstab ist eine ausdauernde, etwa bis 50cm hohe Pflanze. In der Blütezeit von April bis Juni bildet sie einen violettbraunen, von der Spatha umgebenen Kolben als Blüte aus, welche einen unangenehmen Geruch verbreitet. Die Fruchtreife liegt zwischen Juli und September, die Früchte sind anfangs grüne, dann scharlachrote Beeren, die dicht am Kolben sitzen und süßlich schmecken. Zumeist werden zwei pfeilförmige, rund 20cm lange Blätter von dunkelgrüner Farbe ausgebildet. Die Pflanze bevorzugt schattige, feuchte Laubwälder und Bachufer als Lebensraum. Vor der Blütezeit kann der gefleckte Aronstab mit Chenopodium bonushenricus (als Guter Heinrich oder Wilder Feldspinat bekannt) verwechselt werden.

 

Die gesamte Pflanze ist giftig. Durch Kochen oder Trocknung wird die Giftigkeit herabgesetzt. Die Beeren können von Vögeln ohne Schaden gefressen werden.

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