Adlerfarn


Adlerfarn
Pteridum aquilinum

Familie:
Adlerfarngewächse

Hypolepidaceae
Gefährlichkeit:
Sehr stark giftig
Andere Namen:
Johanniswurz, Jesus-Christwurz, Großer Waldfarn


Englisch:
Bracken Fern



Wirkstoff(e):
Thiaminase, Pteridin (Saponin), Prunasin (cyanogenes Glycosid), im Wurzelstock und den Blattstielbasen Filicin.
Toxische Dosis:
Mehr als 2kg Adlerfarn pro Tag über einen Zeitraum von mehr als einem Monat. Höhere Mengen können letal wirken.
Symptome:
Hämaturie, blutiger Durchfall, motorische Störungen, Hyperästhesie, Muskelzucken und Krämpfe.
Therapie / Verlauf:
Symptomatische Therapie, evtl. unter Gabe von Eisenpräparaten, Verabreichung von Vitamin B1 (Futterhefe). Pferde reagieren allgemein nicht so empfindlich wie etwa Wiederkäuer. Todesfälle nur bei Aufnahme sehr großer Mengen über längere Zeit.
Die Pflanze:

Antreffen kann man den Adlerfarn in lichten Laub- und Nadelwäldern, an Waldrändern und kahlgeschlagenen Flächen. Südlich der Alpen tritt er häufiger auf. Der Adlerfarn ist eine ausdauernde, bis zu 200cm hohe Pflanze. Die Sporenbildung liegt zwischen Juli und September, die Sporen zeigen sich als Kapselhäufchen an den umgerollten Rändern der Blattunterseite. Seine Blätter sind bogenförmig geneigt, hellgrün auf bis zu 200cm langen Stielen, 2 bis 3fach gefiedert und im Umriss dreieckig. Der Querschnitt eines Blattstiels erinnert an eine adlerförmige Figur.

 

Die gesamte Pflanze ist giftig, wobei der Wirkstoffgehalt der oberirdischen Bestandteile auch nach dem Trocknen nicht abnimmt. Junge Pflanzen weisen in allen Teilen einen höheren Wirkstoffgehalt auf.