Mauke


Von einer Mauke spricht man bei entzündlichen Veränderungen in der Fesselbeuge, vorwiegend an der Hinterhand auftretend, mit unterschiedlicher Ursache, die auch unter dem Namen Fesselekzem bekannt sind. Zeigen sich die Symptome einer Mauke an der Vorderfußwurzel oder am Sprunggelenk, greift hier die Bezeichnung Raspe.

Als erstes Anzeichen einer entstehenden Mauke zeigt sich eine Rötung der Haut. Es entstehen kleine Bläschen und Knoten.

 

Mauke wird je nach Erscheinungsbild unterschieden in trockene, nässende und Warzen- Mauke. Der Name besagt nichts über die eigentliche Ursache, sondern ist ein Oberbegriff für die auftretenden Symptome.

 

Eine trockene Mauke ist eine nicht nässende Entzündung im Bereich der Fesselbeuge. Sie entsteht vorwiegend durch mechanische Reizung der Haut, hervorgerufen beispielsweise durch einen geschorenen Fesselbehang oder Weidegang auf Stoppelfeldern. Die Haut im Bereich der Fesselbeuge ist verhältnismäßig dünn und dementsprechend empfindlich reagiert sie auch auf ständige Feuchtigkeit und Schmutz. So kann auch permanentes Stehen im Matsch recht schnell zu einer Mauke führen.

 

Die nässende Mauke tritt in der Regel als Folge einer trockenen Mauke auf. Die betroffenen Stellen beginnen an den Hautauflagerungen zu nässen und ein gelbliches Sekret abzusondern. Es kommt zu einer Verkrustung, die durch Bewegung immer wieder aufbricht. Die Haut verdickt sich und vermindert die Bewegungsfähigkeit des Gelenks. Treten in die offene Wunde von außen Bakterien ein, besteht die Gefahr, dass sich Komplikationen in der Form einer Phlegmone ausbilden.

Besteht bei einem Pferd über längere Zeit eine trockene oder nässende Mauke, führt dieser Umstand zu einer chronischen Entzündung in der Fesselbeuge, bei welcher es zu Auflagerungen der Haut bis hin zur Knotenbildung kommt. In diesem Stadium spricht man von einer Warzenmauke. Die Warzenmauke verursacht im allgemeinen eine schmerzbedingte Lahmheit, die häufig nur noch mittels eines chirurgischen Eingriffs entfernt werden kann.

Neben den o.a. Ursachen kommt bei der nässenden Mauke auch eine ernährungsbedingte Stoffwechselstörung als Auslöser in Frage. Diese Störung wird durch eine nicht an die jeweiligen Bedürfnisse angepasste Fütterung verursacht, beispielsweise bei übermäßiger Gabe hochwertiger Futtermittel.

 

Zur Therapie sollten die grundsätzlichen Auslöser abgestellt werden. Eine saubere, trockene Box oder Unterstand gehören ebenso dazu wie das schonende reinigen und abtrocknen der Fesseln nach dem Weidegang. Auf kleinste Anzeichen von Hautveränderungen reagieren, dassder Behandlungserfolg dadurch positiv beeinflußt wird und die Mauke recht schnell in ein chronisches Stadium übergehen kann.

 

Bei einer nässenden Mauke sollte auch ein Tierarzt befragt werden, dassunter Umständen auch ein Parasitenbefall vorliegen kann.

 

Ein “Hausmittel” bei Mauke ist eine Salbe aus etwa 3g Salicylsäure vermischt mit 100g reiner Vaseline. Die betroffenen Stellen werden mit dieser Salbe abgedeckt.