Influenza


Bei der Influenza handelt es sich um eine hochgradig ansteckende Erkrankung der Atemwege. Als Auslöser kommt am häufigsten der Virus Myxovirus influenzae in den Varianten A-equi 1 und A-equi 2 vor.

Zu unterscheiden ist die Influenza von anderen, ebenfalls die Atemwege betreffenden Krankheiten, insbesondere von Allergien. Bei einer akuten Influenza handelt es sich um eine Infektion, daher kommt es hier zu einem Anstieg der Körpertemperatur. Treten daneben noch ein bellender, trockener Husten, Nasenausfluß, entzündete Bindehäute und Appetitlosigkeit auf, kann man mit ziemlicher Sicherheit auf eine Influenzainfektion schließen. Steigt die Körpertemperatur auf Werte über 39°C an, sollte so schnell wie möglich ein Tierarzt hinzugezogen werden.

 

Infiziert sich ein Pferd mit einem Influenzavirus, bricht die Krankheit in der Regel innerhalb der nächsten 24 bis 36 Stunden aus. Die Körpertemperatur steigt rasch an, fällt aber nach rund drei bis fünf Tagen wieder ab, um in der Folge wiederum anzusteigen. Dieser Umstand sollte bei einer Messung der Temperatur beachtet werden.

 

Eine Impfung gegen die Influenza ist möglich und auch ratsam. Die erste Impfung erfolgt bei einem Fohlen im Alter von etwa drei Monaten. Die zweite Immunisierung wird dann nach etwa sechs Wochen gegeben. Anschließend finden Auffrischungen im halbjährlichen Rhytmus statt.

Wird eine Influenza nicht korrekt therapiert, kann es als Folgeerscheinung zu einem chronischen Husten kommen. Daraus resultieren im allgemeinen Schädigungen der Bronchien und Lungen. Die angegriffenen Schleimhäute in diesen Bereichen stellen für andere Erreger ein leichtes Ziel dar, es kommt unter Umständen zu Sekundärinfektionen und erhöhter Anfälligkeit für Allergien.

Verliert die Lunge durch einen chronischen Husten ihre natürliche Elastizität, ist die Folge eine unheilbare Dämpfigkeit, die in einigen Fällen bereits nach weniger als einem Jahr eintritt.

 

Wurde eine Influenza diagnostiziert, muß das Pferd unbedingt geschont werden. Dies ist ratsam für die Dauer einer normalen Infektion, also für rund zwei bis vier Wochen. Bei der medikamentösen Therapie kommen z.B. Antibiotika, Bronchospasmolytika, Mukolytica oder auch Cortisonpräparate zum Einsatz. Allein der Tierarzt sollte entscheiden, ob und wann das Pferd wieder belastet werden kann.

 

Als heilungsfördernd gilt auch eine Umstellung des Futters auf Schonkost. In Frage kommen hier Futtermittel mit verringertem Kohlenhydrat- und Eiweißanteil. Diese werden von verschiedenen Anbietern vertrieben.