Herzerkrankungen


Pferde, die an Herzkrankheiten leiden haben allgemein eine schwache Kondition, sie schwitzen schnell, der Puls ist erhöht, sie leiden unter Atemnot oder Fieber.

Ca. 0,3% aller Pferde haben einen angeborenen Herzfehler, die Aterien können weniger Sauerstoff tranportieren als im gesunden Zustand. Meistens entwickeln sich die Herzprobleme erst im Laufe des Lebens, Herzrhythmusstörungen kommen häufig vor, sind im Ruhezustand aber meist normal. Krankhafte Herzrhythmusstörungen sind ein Zeichen für Herzmuskelschäden, die durch Sauerstoffmangel oder Infektionen entstehen können.

 

Entzündungen am Herzmuskel bezeichnet man als Myokarditis. Bei Veränderungen der chemischen Struktur der Herzmuskelfasern kann das Herz nicht mehr richtig Blut pumpen, man spricht von Myokardosen.

 

Herzinnenhautentzündungen, so genannte Endokarditis, werden von Bakterien ausgelöst, die durch z.B. entzündete Hufe oder Gelenke über das Blut ins Herz gelangen. Bei der Herzbeutelwassersucht (Hydroperikard) gelangt Wasser durch die Blutgefäßwände in den Herzbeutel. Eine Nichtbehandlung von Herzproblemen führt in der Regel zu einer Herzinsuffizienz. In leichten Fällen kann der Kreislauf ausgleichen, in schweren Fällen ist mit Herzversagen zu rechnen.

Bei Pferden, die einen Klappenfehler der rechten Herzhälfte aufweisen, führt aufgestautes Blut in Organen zu einer Leberzirrhose. Herzkrankheiten werden von Tierärzten durch Abhören, Ultraschall oder EKG festgestellt.

Das Pferd sollte zunächst keiner Belastung ausgesetzt werden und im Idealfall in Offenstall oder Außenbox untergebracht werden, damit das Herz mit reichlich Sauerstoff versorgt wird.

 

Auch Homöopathie und Akupressur bieten neben der Schulmedizin Möglichkeiten Herzleiden zu heilen. Allerdings sollte in jedem Fall ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Heilung bzw. Behandlung von Herzerkrankungen können sehr lange dauern, eine Therapie dauert in jedem Fall 4-6 Wochen. Manche Pferde können dauerhaft geheilt werden, andere wiederum werden rückfällig wenn die Medikamente abgesetzt werden.

 

Im Falle einer Heilung sollte für die weitere Zukunft berücksichtigt werden, dass die Pferde wieder geritten werden können solange keine Höchstleistungen gefordert werden.