Dummkoller


Dummkoller, auch als Dummsein oder einfach nur Koller bekannt, ist eine bewußtseinseintrübende Gehirnwassersucht, die akut oder über einen längeren Zeitraum auftritt.

Bei einer Gehirnwassersucht wird der Abfluss des Gehirnwassers aus der Schädelhöhle durch verschiedene Ursachen eingeschränkt oder völlig verhindert. Durch diesem Umstand kommt es zu einem verstärkten Absterben der Gehinzellen.

 

Als Auslöser kommen zum Beispiel Geschwüre, toxisch wirkende Stoffwechselprodukte oder die Bornasche Krankheit zum Tragen. Die Erkrankung kann über einen sehr langen Zeitraum verlaufen, sie endet zumeist tödlich. Nicht immer muss hier aber der Dummkoller die Todesursache darstellen. Häufig führen die den Dummkoller verursachenden Erkrankungen zum Tode. Die Erkrankung ist chronisch und prinzipiell unheilbar.

Es gibt kaum typische Anzeichen für Dummkoller. Die meisten Pferde werden verhaltensauffällig, zeigen einen stieren Blick, wirken ständig schläfrig, der Kopf ist meistens gesenkt. Die Ohren zeigen ein unphysiologisches Spiel, das (Schmerz-) Empfinden wird stark herabgesetzt, beim Fressen wird das Futter im Maul "vergessen". Kreuzt man einem unter Dummkoller leidenden Pferd die Vorderbeine, bleiben die Tiere in dieser Position stehen.

Dummkoller zählte früher mit zu den sechs Hauptmängeln im Rahmen der kaiserlichen Viehmängelverordnung. Diese Regelung mit den Gewährsmängeln und Gewährsfristen ist seit dem 01. Januar 2002 Geschichte und wird durch die Reform im Schuldrecht im Bezug auf den Verbrauchsgüterschutz abgelöst.