Chronische Bronchitis
Die chronische Bronchitis wird korrekt als chronische obstruktive Bronchitis, kurz COB bezeichnet. Häufig findet man auch die Abkürzung COPD für das Krankheitsbild, diese wird vom englischen Ausdruck Chronic obstructive pulmonary disease abgeleitet. Als chronisch wird diese Entzündung der Bronchien bezeichnet, dasssie sich langsam fortschreitend entwickelt und mit den verfügbaren Mitteln nicht therapierbar ist. Der häufigste Auslöser für eine COB ist eine nicht erkannte oder nicht korrekt und abschließend behandelte akute Bronchitis. Faktoren wie übermäßig staubhaltige Atemluft im Stall oder das Vorkommen anderer Schadstoffe wie z.B. Rauchgase begünstigen die COB.
Bei einer COB besteht eine fortgeschrittene Schädigung der Lungenbläschen (Alveolen), welche aus dem Umstand resultiert, dassß die Selbstreinigungsfähigkeit der Atemwege stark beeinträchtigt ist. Im Normalfall sorgen winzige Flimmerhärchen für den Abransport von Schleim und Schmutzpartikeln aus dem Atemungstrakt. Verkleben diese Flimmerhärchen, können sie ihrer Aufgabe nur noch eingeschränkt nachkommen. | An COB leidende Pferde zeigen ständige Atemnot auch bei kleinsten Belastungen, Husten und stark verminderte Leistungsfähigkeit. Durch die Verengung der Atemwege und Schädigung der Alveolen entstehen für das Tier Probleme bei der Atmung. Ein Pferd benötigt in Ruhe rund 300m³ Luft in der Stunde. Diese Menge muß durch die verengten Atemwege gepresst werden. Das Pferd setzt nun zusätzlich seine Bauchmuskulatur ein, um ausreichend Luft ein- und wieder auszuatmen. Durch diese permannente Anspannung der Bauchmuskulatur bildet sich am unteren Bauch entlang des Rippenbogens eine sichtbare Vertiefung, die so genannte Dampfrinne. Die Dampfrinne gilt als sicheres Anzeichen für das Vorhandensein einer unheilbaren Dämpfigkeit des Pferdes. Ein Tierarzt sollte über geeignete Maßnahmen zur Therapie entscheiden. Erkrankte Pferde müssen geschont werden. Eine Verbesserung des Allgemeinzustands wird auch durch Änderung der Haltungsbedingungen erzielt. Viel Weidegang ist zu empfehlen. |
