Kabardiner


Blut: Kaltblut Lebensraum: Gebirgsregionen
Größe: ca. 152 bis 157cm Ursprung: 16. Jahrhundert
Farbe: Dunkelbraune, Rappen    
Verwendung: Reit- und Fahrpferd    
       
 
© Russlands-Pferde.de
 
       
 

Das folgende Rasseportrait wurde uns von Leoni und Cornelia aus Büsum zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um eine Übersetzung aus dem Russischen.

 

Noch viel mehr Informationen bieten Leoni und Cornelia auf ihren Webseiten an:

www.unsere-kabardiner.de
www.russlands-pferde.de

 

Der Kabardiner:

 

Diese Rasse ist seit dem sechzehnten Jahrhundert bekannt, wurde aber erst spät im siebzehnten Jahrhundert berühmt. Kabardiner stammen von eingeborenen Bergpferden ab, die mit Hilfe von südlichen Rassen (Karabakh, Turkmene, oder Araber) verbessert wurden, bzw. veredelt wurden.


Einfluß auf die Kabardiner hatten auch die Pferde der Nomaden Nogais , die die Steppen im nördlichem Kaukasus regelmäßig durchwanderten. Der Kabardiner ist die beste Bergrasse in der Sowjetunion. Er hat eine bemerkenswerte Fähigkeit, steile Hänge zu ersteigen, und seinen Reiter sicher über sehr schmale Klippe-Spuren und durch starke Wasserläufe zu tragen.

 

Diese Qualitäten bestehen aufgrund seines ruhigen Temperaments, wohlgestalteten Rahmens, und dicker aber relativ kurzer Beine. Die durchschnittlichen Maße eines Hengstes sind wie folgt: Höhe, 152-7 cm; Länge des Körpers, 153,0 cm; Brust, 175,6 cm. Die normalen Farben sind kastanienbraun und schwarz. Die Rasse ist weit außerhalb seines Ursprungslandes populär und wird in vielen Gebieten des Kaukasus genutzt, wo er nicht nur als zuverlässige Beförderungsmittel sondern auch zu lokalen Konkurrenzzwecken geschätzt wird. Rennen werden im Gebiet, und, obgleich weniger schnell, gestartet, als Spezialreit-Pferde, Kabardiner sind gut für lokale Reitsporte, und besonders angepasst , um in den Bergen und auf Langstrecken zu reiten (fahren); zum Beispiel, im Winter 1935-36 wurden sie für einen Versuch um den Kaukasischen Kamm verwendet, als sie eine Entfernung von 3000 Kilometern unter äüßerst nachteiligen Bedingungen (Zuständen) in siebenunddreißig Tagen schafften, und sich zeigte, dass sie eine größere Ausdauer haben, als jede andere geprüfte Rasse.

 

Die besten Kabardiner Pferde werden im Gestüt Malokaraschaevsk und auch in einigen der Kolchosen in der Kabardin-Balkar Autonomen Republik geboren.

 

Die kabardinische Art:

 

Diese lokale Art des Nordkaukasus ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Erst im 17. Jahrhundert fing sie an, sich über die Grenzen ihrer Heimat hinaus auszubreiten.

 

Das kabardinische Pferd entstammt dem Ergebnis der Vermischung vieler Pferdearten. Es waren die Pferde der Steppennomaden und die südlichen Rassen (Karabagh, Turkmenen und Araber).


Kabardinische Pferde erhielten ihr Weide- bzw. Grünfutter in den Pferdeherden. Im Sommer befanden sich die Pferdeherden auf den alpinischen und subalpinischen Weideplätzen und im Winter wurden sie in die Vorgebirgsbezirke hinuntergelassen. Gezüchtet wurden die kabardinischen Pferde vorzugsweise für das Reiten und Überqueren von unebenenem, und bergigem Gelände. Zur Zeit ist das kabardinische Pferd die Hauptart, die in Kabardino-Balkarien und in der Vorgebirgszone der Region Stawropol gezüchtet wird. Die kabardinischen Pferde sind zur Arbeit, unter dem Sattel, als auch im Geschirr gut zu verwenden und geeignet. Als Qualitative Zuchtrasse wurden die kabardinischen Hengste zur Leistungsverbesserung die die Bergbezirke der Regionen Krasnodar, Tschetscheno-Ingusetien, Dagestan, Ossetia, Georgien, Aserbaidschan und Armenien exportiert.

 

In der Masse (Durchschnitt) haben die kabardinischen Pferde die zunehmende Größe von 142 bis zu 150 cm. Von großer Bedeutung sind jedoch die Besten Hengste und Stuten in der Art, die im staatlichen Stutbuch aufgezeichnet sind. So sind die Maße der Hengste; Widerristhöhe 155,1cm; Brustumfang 180,1 cm; Fesselumfang 19,7 cm.

 

Für das kabardinische Pferd ist die feste, trockene und harmonische Verfassung und ein untersetzter (niedriges Gebäude) Körperbau charakteristisch. Der Kopf ist charakteristisch leicht gebogen (ramsnasig) vom Profil und verfügt über lange, sehr bewegliche Ohren; der Hals ist gerade, von mittlerer Länge und muskulös; der Widerrist ist nicht hoch, aber lang; Die Lende ist von der Muskulatur gut gefüllt; Die Kruppe ist nicht selten ein wenig abfallend; das Schulterblatt ist von mittlerer Länge und hat eine normale Neigung; die Brust ist tief. Die Vorderbeine haben den richtigen (korrekten) Bau, die Hinterbeine sind oft säbelbeinig, aber trocken und sehr stark; Die Hufe sind fest. Die Mähne und der Schweif sind in der Masse (bei den meisten) von mittlerer Dichte, aber bei vielen Pferden dicht und lang; der Fesselbehang ist kurz. Die typische Farbe ist rotbraun ohne Flecken. Das kabardinische Pferd ist ausgezeichnet geeignet für unebenes Gelände.


Sie sind unter dem Sattel sehr gut; sie haben einen fliessenden Schritt, einen leichten Trab und Galopp. Für die Distanz von 10 Kilometern hat der siebenjährige Hengst Lasutschik (Kundschafter) 1955 im Galopp in 15 Minuten und 14 Sekunden überwunden; der siebenjährige Linkor hat 25 Kilometer in 46 Minuten und 30 Sekunden überwunden; Der Rekord im Schnelllauf auf 50 Kilometer wurde von dem vierjährige Proekt (Projekt) in einer Stunde, 41 Minuten und 25 Sekunden, 1953 aufgestellt.


Die hohe Arbeitsfähigkeit (Ausdauer) zeigen die kabardinischen Pferde in den entfernten Wanderungen über unebenes Gelände. Im bekannten Lauf um den kaukasischen Gebirgsrücken (Gebirgskette) im Winter 1935/1936 haben 15 Reiter auf kabardinischen und anglo-kabardinischen Pferden 3000 Kilometer trotz der Winterbedingungen und der Überquerung des Gebirgspasses Kluchorskogo und Surgamskogo in 47 Tagen zurückgelegt.

 

Mit der Vervollkommnung und Zucht der Art beschäftigen sich Malokaraschaevski, der Reitbetrieb Malkinsk und die Farmen der Kolchosen und Sowchosen. Die Züchtung ist aber generalogisch nach den Linien organisiert: Borej, Dauzus, Atlas, Zurab und andere (etc.) Die Pferde werden unter den Bedingungen der kulturellen Erhaltung (Haltung) der Pferdeherden gezüchtet. Die Pferdeherden befinden sich das ganze Jahr auf den Weideplätzen. Falls es Notwendig ist bekommen die Pferde in der Winterzeit Zusatzfutter (Heu und Korn).

 

Die Fohlen werden im Herbst von den Mutterstuten abgesetzt und werden in Gruppen in Schuppen (Stall) gehalten und bekommen hier Heu und Korn, Tagsüber gehen sie auf die Weideplätze. Die besten Junghengste und Jungstuten werden im Alter von 1,72 - 2 Jahren (1¾ bis 2 Jahren) unter dem Sattel trainiert. Sie erproben bei Pferderennen die Pferderennbahnen von Pjatigorsk, Naltschik und Tscherkess. Auch auf anderen Rennbahnen finden abgesonderte Wettbewerbe der kabardinischen Pferde statt. Am 1 Januar 1969 betrug die Anzahl der reinrassigen kabardinischen Pferde 5,8 tausend und die Anzahl der Kreuzungen (verschiedener Arten bzw. Rassen) 40,7 tausend zusammen.

 

Die Gruppe der anglo-kabardinischen Art:

 

Die Gruppe dieser neuen Art ist nach der alt hergebrachten Methode der Wiedererzeugung durch Kreuzung von kabardinischen und Karatschaever Stuten mit reinrassigen Reithengsten (Vollblut) entstanden. Die Hauptarbeit wird im Reitbetrieb Malokaratschaevsk geleistet, wo an dieser Kreuzung mehr als 20 reinrassige (Vollblut) Hengste teilnahmen. Eine besonders große Bedeutung hatte die Nachkommenschaft des rotbraunen Istorik (Historiker) (Inferno-Svirel), geb. 1939, des rotbraunen Lukki (La-Lenita), geb. 1939 und des dunkelbraunen Lok-Sen (Sentoj-Lok-Ford), geb. 1923. Im Stammbaum der anglo-kabardinischen Pferde reicht der Anteil der reinrassigen Reitart (Vollblut) von 74 bis zu ¼ (3/4 bis ¼). In der Masse kombinieren die anglo-kabardinischen Pferde erfolgreich die Vorzüge (Qualitäten) der Ausgangsarten. Sie eigenen sich gut für die eigentümlichen Bedingungen des Kakasus, des Regims und der alt hergebrachten Kultur und für stark unebenes und bergiges Gelände. Zugleich übertreffen sie die kabardinischen Pferde in der Größe (Zunahme), sind bedeutend schneller und sind vom Typ des Körpersbaus rittiger.

 

Von den Vorfahren der kabardinischen Art haben sie den gebogenen (ramsasigen) Kopf, den geraden Rücken, die muskulöse Lende, die leicht abfallende Kruppe, die starken Beine, und von der reinrassigen Art - relative Hochbeinigkeit, den langen Hals mit dem guten Nacken, das schräg gestellte Schulterblatt, die bemerkenswerten Sehnen der Beine, geerbt. Für die Maße, die im staatlichen Stutbuch aufgezeichnet sind, sind die nachfolgenden Zahlen charakteristisch; Widerristhöhe 157,1 cm; Brustumfang 181,5 cm; Fesselumfang 19,8 cm; die Maße der Stuten sind gleich; 154, 1 - 184,9 - 19,1. Die anglo-kabardinischen Pferde übertreffen kabardinische Pferde auf den Rennbahnen von der Schnelligkeit her deutlich.

 

Auf den Pferderennbahnen von Pjatigorsk sind folgende Rekorde aufgestellt worden: auf 2400 m m- 2 Minuten und 36 Sekunden (der dreijährige Hengst Igilik, geb. 1963), auf 3000 m - 3 Minuten und 26,5 Sekunden (der dreijährige Hengst der Idealist, geb. 1956). Viele Pferde dieser Gruppe haben sich im Reitsport und in der Landwirtschaftlichen Produktion, vorzugsweise Viehzuchtfarmen, und für Reisen, sehr gut bewährt. Gezüchtet werden die anglo-kabardinischen Pferde nach der alt hergebrachten Methode, die im Reitbetrieb Malokaratschaevsk, im Reitbetrieb Malkinsk (Kasbardinisch ACCP) und auch auf den Farmen der Kolchosen und der Sowchosen des Nordkaukasus und Georgisch CCP. Am 1. Januar 1969 sind 4450 anglo-kabardinische Pferde, einschließlich 78 Deckhengste und 2265 Stuten (Zuchtstuten) verzeichnet.

       
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