Gras


Gras als Futtermittel ist nicht gerade unproblematisch, egal ob auf der Weide oder im Stall.

Auf der Weide kommen verschiedene Faktoren zusammen: So z.B. die Düngung, Pflege der Weide oder Besatzdichte. Wird eine Weide beispielsweise nur und intensiv von Pferden beweidet und zudem einseitig gedüngt, führt dies zum Absinken des Kalziumspiegels.

Der Mineralgehalt ist bei Gras allgemein gering. Einige Pferde scharren regelrecht nach den Graswurzeln, dassdiese einen höheren Natriumgehalt besitzen. Aus diesem Grund ist auf Weiden ein Mineralleckstein vorzusehen, der allerdings so hoch angebracht werden sollte, dass evtl. dort gehaltene Fohlen ihn nicht erreichen können.

Bei intensiver Weidehaltung empfiehlt sich eine Kontrolle des Kalzium-Phosphor- Verhältnisses im Gras. Bei einem ungünstigen Verhältnis von weniger als 1,5:1 sollte zusätzlich Mineralfutter gegeben werden.

Lang geschnittenes, frisches Gras im Stall wird dann riskant, wenn das Pferd innerhalb kurzer Zeit eine größere Menge frißt. Auch die auf der Weide instinktiv gemiedenen Giftpflanzen werden hier meist anstandslos mitgefressen.

Wird Gras verfüttert, dann nur in kleinen Mengen nach der Heufütterung. Bei einer Überfütterung mit Gras kann es zu Durchfall kommen, auch ist die Bildung einer Fütterungsrehe nicht ausgeschlossen. Es gibt hierzu Erkenntnisse, dass neben der erhöhten Aufnahme von Proteinen und der damit verbundenen Bildung von Endotoxinen auch evtl. ein langkettiges Polysaccharid, das Fructan, als Auslöser in Frage kommt.

Die mengenmäßige Zusammensetzung der Inhaltsstoffe unterliegen beim Gras starken Schwankungen. Im Schnitt sind etwa 10% Kohlehydrate, 6% Rohfaser, 3% Rohprotein und rund 78% Wasser enthalten. Der Nährwert liegt im Jahresmittel bei ca. 500kcal / kg.